Adorf II vs. Teutonia II

Teutonia 2 eilt, nach brisanter Aufholjagd, zum nächsten Sieg
Am 12. Spieltag der Saison hieß es für die Netzschkauer Reserve: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Denn es
ging, nach einer guten, dreiviertel Stunde Autofahrt, zum Tabellenachten nach Adorf.
Für das Team von Trainer Patrick Winnig war klar, dass man in Adorf die vollen drei Punkte einfahren müsse,
wolle man sich an der Tabellenspitze halten. Mit den Worten ihres Coaches – „das heute jeder einzelne wieder über
sich hinauswachsen kann“ – im Ohr, startete Teutonia in die Begegnung. Mit fast schon beschwingter Leichtigkeit
ließ man den Ball in der Anfangsviertelstunde in den eigenen Reihen zirkulieren und dem Gegner somit keine Luft
zum durchatmen. Jedoch verpasste man es wieder einmal, die eigene, spielerische Überlegenheit in Tore
umzumünzen. So waren finale Pässe und Abschlüsse meist Mangelware, was teils an den eigenen Nerven,
dem schwierigen Geläuf und der oft gut organisierten Abwehr der Hausherren lag. Schlussendlich kam es,
wie es so oft im Fußball ist. In Minute 22 eroberte sich der Gastgeber an der Mittellinie den Ball und
spielte auf Herrmann, der aus knapp 30 Metern Torwart Geyer, der in dieser Situation zu weit draußen
war, überwand und zur umjubelten Adorfer 1:0 Führung traf. Der Gastgeber hatte nun Blut geleckt und
attackierte nun früher. Die Netzschkauer Hintermannschaft, um G. Förster, Ph. Förster und Buchheim,
hatte dabei ihre liebe Not, die Bälle gezielt nach vorn zu spielen. Nach einigen Minuten stabilisierte sich
der Spielaufbau der Gäste jedoch wieder und es gelang, die gegnerischen Reihen wieder und wieder zu
überspielen. Auf der anderen Seite vergaben Richter, Kramer und Greger weitere Möglichkeiten.
Letzterer hatte 5 Minuten vor der Pause dann die beste Gelegenheit auf dem Fuß, als er über links in den
Strafraum marschierte und ungehindert zum Abschluss kam. Sein sehenswerter Schuss aufs lange Eck
verfehlte jedoch knapp sein Ziel und landete am langen Pfosten. Kurz danach war Halbzeit.
Nun war wieder einmal Winnig gefragt, seine Elf zu beflügeln und ihnen begreiflich zu machen, dass man
noch einmal volle 45 Minuten Zeit hat, das Ergebnis wieder umzubiegen.
In der Halbzeit wechselten nur die Hausherren und brachten Lorbeer für André Singer. Noch nicht einmal drei
Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, als der Eingewechselte, mit einer seiner ersten Aktionen im Spiel, den
Ball erneut über Geyer hob und Teutonia somit den nächsten Dämpfer verpasste – 2:0. Lange Zeit zum Jubeln ließ
man dem VFC Adorf jedoch nicht. Gerade einmal eine Minute war seit dem letzten Tor vergangen, als Schneider auf
rechts einen Einwurf bekam und schnell auf Richter durchsteckte, der im gegnerischen Sechzehner nicht lange
fackelte, aus der Drehung aufs lange Eck abschloss und für Teutonia auf 2:1 verkürzte. Das war der Wachrüttler,
den „die Zweite“ gebraucht hatte. Man erhöhte noch einmal die Schlagzahl und setzte die Abwehr der
Gäste wieder mehr unter Druck. In der 66. Spielminute trat Kramer einen Eckball von rechts scharf in den
Fünfmeterraum der Heimelf, wo Richter einen kühlen Kopf behielt und die Kugel aus Nahdistanz zum
ersehnten Ausgleich im Tor unterbringen konnte. Netzschkau witterte nun die Gelegenheit, den
Spielstand völlig auf den Kopf zu stellen und ergriff die Chance. In Minute 68 nahm Richter einem
Gegenspieler den Ball, etwa 30 Meter vorm Tor, ab und marschierte auf Adorfs Tor zu. Kurz vorm
Strafraum wurde er jedoch durch Foulspiel gestoppt. G. Förster schlenzte den folgenden Freistoß,
unhaltbar für Adorfs Keeper Schreiner, direkt ins linke, obere Eck zur ersten Netzschkauer Führung in
diesem Spiel. Wieder waren zwei Minuten seit dem letzten Tor vergangen und wieder nahm Richter
einem Gegenspieler den Ball ab. Von halblinks bediente er dann Kramer in der Spitze. Kramer erkannte
den mitgelaufenen Panitzsch und legte quer. Adorfs Preuss bekam zwar den Fuß noch dazwischen, jedoch
landete sein Klärungsversuch im eigenen Tor. Dadruch lautete das Ergebnis nach gespielten Minuten 2:4
für Netzschkau. Die Gäste machten nun hinten dicht und wollten die verbleibende Zeit herunter spielen.
In Minute 74 wechselte man deshalb Roßig für Bischof und in der 80. Minute Greger für Schädlich und
versuchte die Defensive noch einmal zu stabilisieren. In Minute 87. Gelang es Adorfs Walther noch
einmal auf 3:4 zu verkürzen. Dies sollte jedoch nichts nützen. Drei Minuten später beendete
Schiedsrichter Joram (kein Netzschkauer Funktionär) die Partie.
Somit bleibt „die Zweite“, nachdem sie wieder einmal viel Moral bewiesen hat, weiterhin Tabellenführer.
Jedoch hat man weiterhin ein Spiel mehr als der erste Verfolger Reumtengrün. Concordia konnte in
Reumtengrün nicht antreten, weswegen die Punkte mit aller Wahrscheinlichkeit zum VfL wandern
werden.
Am kommenden Samstag empfangen die Winnig – Schützlinge die SpVgg Neumark zum Derby. Einige Spieler
haben die Niederlage vom Nachholer der letzten Saison vermutlich noch nicht vergessen und deshalb noch eine
offene Rechnung zu begleichen.
Anstoß der Begegnung ist um 12 im Netzschkauer Schönsichtstadion (B – Platz).

Es spielten:
Felix Geyer, Georg Förster, Marcel Buchheim, Philipp Förster, Tassilo Herzig, André Panitzsch,
Maximilian Greger (80. für Sebastian Schädlich), Ralf Roßig (74. für Mathias Bischof), Markus Schneider, Mike Kramer, Manuel Richter