Derbysieg vs. Coschütz

Nach teils guten Leistungen und katastrophalen Ergebnissen in den ersten Partien der laufenden Saison wollte man in Netzschkau nun endlich etwas zahlbares mitnehmen. Welche bessere Gelegenheit hätte es dazu geben können, als das Derby gegen den SV Coschütz? Zu Beginn des Spiels sah es jedoch alles andere als rosig für die Platzherren aus. Man wirkte gehemmt und ängstlich und ließ sich von den Gästen, die gut Druck machten, weit in der eigenen Hälfte beschäftigen. In der Anfangsviertelstunde passierte daher nicht viel. Plötzlich jedoch – die erste Chance der Gäste. Nach gutem Zuspiel kam Coschützs M. Stier zum Abschluss, scheiterte jedoch an Illmann im Netzschkauer Kasten. Kurze darauf hatten die Gäste einen Eckball. Görner vergab aus Nahdistanz. So langsam wachte Teutonia endlich auf. Man schüttelte die Nervosität vom Anfang ab, wurde sicherer im Spielaufbau und suchte nun selbst vermehrt den Weg nach vorn. So dauerte es nicht lang, bis Brauner dir erste Torchance verbuchen konnte. Er scheiterte jedoch an Niemand, der im Herauslaufen die Nerven behielt. Bis zur Halbzeit hielten vor allem Illmann und die Netzschkauer Hintermannschaft um Schwarz, Horlbeck Giegold und Minnich ihr Team im Spiel. In der Pause rüttelte das Trainerteam die Mannschaft noch einmal richtig wach. Zu Beginn der zweiten Hälfte war der Druck auf einmal raus und die Zuschauer bekamen eine völlig andere teutonische Erste zu Gesicht. Man verteidigte konzentrierter, spielte mutiger nach vorn und übte nun vermehrt Druck auf die Abwehrreihe der Gäste aus. Nach einer knappen halben Stunde dann die Erlösung. Netzschkau schaltete nach Ballgewinn schnell um und kombinierte über links. Den Rückpass erhielt Harnisch, der in die Mitte zog und trocken ins kurze Eck abdrückte – Tor. Mit dem 1:0 schien der gesamte Druck der Vorwochen von der Heimelf abzufallen. Teutonia stellte nun um. Für Nitzschke und Seifert kamen Meyer und Routinier Putze aufs Feld und die Partie nahm noch einmal Fahrt auf. Man spielte weiter nach vorn und hielt Coschütz in der eigenen Abwehr in Schach. Bis zum Abpfiff passierte nichts mehr und somit war Teutonia nach 90 plus X und einer starken, zweiten Halbzeit der gesamten Mannschaft Derby-Sieger!!! Jetzt heißt es in der kommenden Woche das gewonnene Selbstvertrauen und die guten Leistungen der Vorwoche wieder auf den Platz zu bringen, Fehler zu korrigieren und gegen die SpG Bergen/Werda2 nachzulegen. Es spielten: Sebastian Illman, Tristan Giegold (C), Patrick Schwarz, Tim Horlbeck, Stefan Minnich, Paul Louis Nitzschke (73′ für Christian Putze), Denny Müller, Marcel Huster, Marek Harnisch, Lucas Seifert (73′ für Max Meyer), Anthony Brauner (89′ für Colin Slomma)