Glückliche zwei Minuten reichen Teutonia 2 zum Ausgleich

…Neben zahlreichen arbeitsbedingten Ausfällen und Nichterscheinen ohne Abmeldung auf dem Platz, war auch Trainer Winnig leider verhindert und musste vertreten werden.

Für die Gäste sah es jedoch auch nicht gerade rosig aus. Zu zehnt waren die Spitzenstädter angereist und hatten dabei einen Altersdurchschnitt, der vermutlich knapp doppelt so hoch war, wie der der Gastgeber.

Bereits zu beginn der Partie beschränkte sich Stahlbau deshalb auf Konter, zog sich bei Netzschkauer Ballbesitz in die eigene Hälfte zurück und attackierte erst ab der Mittellinie. Der Plan ging auf. Nach einem Ballverlust, kurz nach der Mittellinie verstrickte sich das Netzschkauer Mittelfeld in Diskussionen mit den Gegenspielern, anstatt den Gegnerischen Konter zu unterbinden. Mit viel Platz im Zentrum und durch fehlende Ordnung und Kommunikation im Abwehrverbund gelangte der Ball in zentraler Position auf einen Plauener Angreifer. Dieser wurde von gleich zwei Netzschkauer Verteidigern Attackiert, die sich in dieser Situation eher gegenseitig behinderten, als zu helfen. Dabei ließen sie den freistehenden Saleh aus den Augen, der von halbrechts den Ball ins lange Eck zirkelte und in der neunten Minute zur Plauener Führung traf. Netzschkau zeigte sich unbeeindruckt und versuchte weiter nach vorn zu spielen. Jedoch verloren sich die Offensivbemühungen der Hausherren zu oft in Einzelaktionen. Dankend nahm Plauen diese an und bescherte Teutonia dadurch Ballverlust um Ballverlust. Nach einer knappen halben Stunde konterten die Gäste erneut gefährlich aufs Netzschkauer Tor. Ein Abwehrspieler der Heimmannschaft foulte dabei kurz vorm Strafraum. Der folgende Freistoß von Ntina landete abgefälscht wiederum im langen Eck und lies Keeper Geyer keine Chance. So stand es nach 27 Minuten bereits 2:0 für die in Unterzahl agierenden Stahlbauer. Netzschkau versuchte nun vor der Pause noch einmal alles, um zum Anschluss zu kommen. Zu oft wurden dabei jedoch unnötige, hohe Hereingaben gespielt, die die routinierte Plauener Hintermannschaft ohne große Mühen abwehren konnte. In Minute 39 dann der Hoffnungsschimmer. Roßig setzte sich nach flachem Pass in die Tiefe gegen zwei Gegenspieler durch und bediente Kramer im Zentrum, der den Ball jedoch am kurzen Pfosten vorbei setzte. So ging es mit diesem Spielstand in die Pause.

In Halbzeit zwei brachte Teutonia Pa. Schwarz für Schulz und Richter für Bischof. Die Defensive sollte dadurch gefestigt und die Offensive gestärkt werden. Zu beginn der zweiten Hälfte ging der Plan auch voll auf. Man kombinierte sehenswert bis zum gegnerischen Strafraum und versuchte durch schnelle Spielverlagerung, sowie Kombinationen, die tief gestaffelte Abwehr der Gäste zu überspielen. Jedoch blieben diese Bemühungen vorerst nicht von Erfolg gekrönt. Stahlbau stellte wieder zu und Teutonia gelang es nicht mehr zu verlagern. Mit zunehmender Spielzeit schwanden dann bei den Gästen, die etwa 60 Minuten in Unterzahl gespielt haben, so langsam die Kräfte. Sie standen nun noch tiefer und verteidigten mit Mann und Maus am eigenen Strafraum. Die Folge waren mehr Räume für Netzschkauer Aktionen. Die Partie entwickelte sich somit zum Spiel auf ein Tor. Doch weiterhin wollte dem Gastgeber kein Treffer Gelingen und somit blieben Chancen von Kramer, Richter,Schramm und Zehrer ungenutzt. Für letzteren kam eine viertel Stunde vor Schluss W. Rosin neu in die Partie. Netzschkau warf noch einmal alles nach vorn und Plauen wackelte. Die Partie lief bereits dem Ende entgegen und der Großteil der Zuschauer hatte vermutlich keinen Zweifel daran, dass die Gäste die drei Punkte mit nach Hause nehmen würden. Doch plötzlich keimte noch einmal Hoffnung. In Minute 88 hob Libero Rank, der bis zum Strafraum aufgerückt war, den Ball von halb links ins lange Eck und bescherte seinen Farben den lang ersehnten Anschlusstreffer. Viel Zeit war jedoch nicht mehr für ein weiteres Tor. Doch hingen die Gäste nun in den Seilen und es entstanden große Lücken im Gegnerischen Abwehrverbund. Lediglich zwei Minuten nach dem Treffer zum 2:1 erhielt Schramm an der Mittellinie den Ball. Der auf links ausgewichene Richter konnte den folgenden Pass in den Lauf kontrollieren, tunnelte seinen Gegenspieler und schob zum viel umjubelten Ausgleich ins kurze Eck ein. Zwar versuchten die Gastgeber noch den Siegtreffer zu erzielen, doch kurz danach beendete Schiedsrichter Polsfuß die Begegnung. Ein schmeichelhaftes Ergebnis für die Hausherren, die am kommenden Wochenende um 13:00 Uhr in Weischlitz wohl eine bessere Leistung an den Tag legen müssen, wenn sie dort die vollen drei Punkte mitnehmen wollen.

Es spielten:

Felix Geyer, Mario Rank, Stefan Minnich, Leroy Schulz (46. für Patrick Schwarz), Ingo Schramm, Marco Schönsee, Ralph Zehrer (75. für Willi Rosin), Ralf Roßig, Niclas Krauß, Mathias Bischof (46. für Manuel Richter), Mike Kramer

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