Teutonia II vs. FSV Rempesgrün

Nach der Niederlage im Ligadebüt gegen Eintracht Auerbach, wollte „die Zweite“ am vergangenen Samstag mit dem ersten Heimspiel nach dem Aufstieg etwas zählbares mitnehmen.

Auf sechs Positionen änderte Coach Winnig die Aufstellung im Vergleich zur Vorwoche.

Die erste Hälfte begann, trotz guter Motivation, turbulent. Die Gäste pressten hoch und erschwerten Teutonia 2 somit immer wieder einen geordneten Spielaufbau. Ein ungewohntes Bild war die Folge. Viele hohe Bälle aus der Netzschkauer Abwehr heraus konnte Rempesgrün ohne Mühe herunter nehmen und in eigene, meist über die Flügel geführte Angriffe umsetzen. Zu weit vom Gegenspieler entfernt fanden die Hausherren bereits in dieser frühen Phase der Begegnung kein Mittel und ein Gegentor lag in der Luft. Glück für Netzschkau, dass sich die Gäste aus dem Oberland beim Abschluss zu harmlos präsentierten. Bisher hatte die Heimelf kaum Gefahr auf den Kasten der Gäste ausstrahlen können. Das sollte sich mit der 23. Spielminute ändern. Nach einem Fehlpass der Rempesgrüner Abwehr schaltete Rosin blitzschnell und hob den Ball über den zu weit herausgerückten Gästekeeper zur 1:0 Führung ins Tor. Plötzlich schien Teutonia aufzuwachen und die Ängstlichkeit der ersten halben Stunde abzulegen. Es entwickelte sich langsam aber sicher ein Fußballspiel. Weiter gute Gelegenheiten auf beiden Seiten blieben jedoch ungenutzt, wodurch es bis zur Pause beim Spielstand von 1:0 bleiben sollte.

In der Pause appellierte Winnig noch einmal an seine Männer und machte ihnen deutlich, worauf es in Halbzeit zwei ankommen würde.

Der FSV begann die zweite Hälfte wie die erste. Hohes Pressing sollte für Unruhe im Netzschkauer Spielaufbau sorgen, doch Teutonia zeigte sich wacher und eröffnete dem Ballführenden immer wieder wichtige Anspielstationen. Doch bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff musste Netzschkau den frühen Ausgleich hinnehmen. Nach einer Hereingabe von der rechten Abwehrseite lies Torwart Geyer den Ball abklatschen. Der Nach hinten eilende Herzig bekam den Abpraller kurz vor der Torlinie vor die Füße, hatte keine Chance mehr zu reagieren und legte den Ball ins eigene Tor. Doch unterkriegen ließ man sich nicht. Denn bereits eine Minute später bügelte Kramer den Patzer seiner Defensive aus. Nach einem Schneiderpass vom linken Halbraum in die Tiefe schob der Stürmer trocken ins kurze Eck und brachte sein Team wieder in Führung. Doch auch die Gäste steckten nicht zurück. Somit musste Teutonia 2 bereits eine Minute später den erneuten Ausgleich hinnehmen. Nachdem Poller nicht richtig gedeckt wurde, gewann der Stürmer das 1 gegen 1 gegen Netzschkaus Abwehrchef Schwarz, ließ einen heraneilenden Abwehrspieler an sich vorbei stürzen und vollendete unhaltbar für Torwart Geyer gegen den Lauf des Keepers ins lange Eck. Kurz danach wechselte die Heimelf das erste Mal und brachte in Minute 58 Schädlich für Kummer auf die rechte Seite. Als einige Minuten später Rosin vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde, fasste sich Schneider ein Herz und hob den fälligen Freistoß über die Mauer ins Tor. Doch wiederum nur 4 Minuten später trafen die Gäste zum erneuten Ausgleich. Nach einem Angriff über Netzschkaus rechte Seite brachte Meissner das Spielgerät hoch und zentral auf Geyers Kasten, dann zappelte der Ball erneut im Netz. In Minute 72 kombinierten sich Rempesgrüns Kropf und Hoereth durchs Netzschkauer Mittelfeld. Letzterer bekam den Ball frei vorm leeren Tor serviert und drückte ihn zur ersten Führung der Gäste über die Linie. Die letzte viertel Stunde der Begegnung verwaltete der FSV das Ergebnis meist mit hohen Bällen weg vom eigenen Tor. Kurz vor Abpfiff ging Rosin noch einmal im Strafraum zu Boden. Ein Strafstoß, den man geben kann, aber nicht muss. Kurze Zeit später beendete der junge Schiedsrichter Dietsch die faire Begegnung, die er nebenbei bemerkt sehr gut im Griff hatte. Für „die Zweite“ war es an diesem Tag eine verdiente Niederlage. Umso wichtiger, dass man vor der Begegnung in der nächsten Woche gegen den VSC Mylau/Reichenbach die richtigen Lehren daraus zieht und mit neuem Selbstbewusstsein ins nächste Spiel geht.

Es spielten:

Felix Geyer, Patrick Schwarz, Philipp Förster, Andreas Däumler (’71 für Marcel Buchheim), Tassilo Herzig, Denny Müller, Markus Schneider, Chris Kummer (’58 für Sebastian Schädlich), Ralf Rossig, Willi Rosin, Mike Kramer (’71 für Colin Slomma)