TEUTONIA II vs. REUMTENGRÜN II

Am vergangenen Samstag war alles angerichtet für das Top – Spiel der Zweiten Mannschaften in der Kreisklasse 2.

Teutonia (1. Platz/ 19 Punkte/ 18:8 Tore) empfing auf heimischem Rasen die zweite Vertretung des VfL Reumtengrün (2. Platz/ 18 Punkte/ 20:11 Tore).
Voll motiviert, jedoch auf sechs Positionen, im Vergleich zur Vorwoche, verändert, startete Netzschkau in die Partie. In gewohnter Manier ließ man mit dem Anpfiff Ball und Gegner laufen und kam so schnell zu ersten, aussichtsreichen Gelegenheiten. Die Gäste hingegen überließen der Heimelf das Spiel und versuchten, auf dem B – Platz, bereits früh zu pressen. Jedoch boten sich dem Ballführenden zu jeder Zeit kurz und lang Anspielstationen an, wodurch eine frühe Balleroberung für Reumtengrün nicht möglich war. In mehreren Situationen hatte die Heimelf bereits den Torjubel auf den Lippen, doch zeigte man sich vorm gegnerischen Kasten oft zu unkonsequent und teils zu ungenau im Abschluss. Der Gast hingegen versuchte nun, das Spiel über den Flügel schnell zu machen. Bereits nach einer halben Stunde gab es für „Die Zweite“ eine kleine Schrecksekunde. In Minute 30 musste Kramer verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wir wünschen schnelle Genesung. Für ihn neu in die Partie kam Roßig.
Gegen Mitte der ersten Halbzeit verlor Teutonia die Konzentration und stand nicht mehr so gut gestaffelt wie zuvor. Die Folge war, dass eigene Ballverluste, die zuvor noch wiedererobert werden konnten, Reumtengrün nun zum kontern einlud. Einen dieser Konter konnte die Heimelf nur durch ein Foulspiel, kurz vorm eigenen Strafraum, stoppen. Den gut getretenen Freistoß von Tuschinsky konnte Geyer im Netzschkauer Tor jedoch mit einer Glanzparade zur Ecke abwehren. Auf der anderen Seite vergaben Roßig, Müller, Schwarz und Richter indes weitere Großchancen. Somit stand es nach den ersten 45 Minuten 0:0.

In der Pause war deshalb wieder einmal Coach Winnig gefragt, der seine Mannschaft noch einmal richtig heiß machte.
Halbzeit zwei begann deshalb stürmisch. Etwas zu stürmisch zeigte sich dabei ein Netzschkauer Spieler, der sich in einer Aktion gleich zweimal den gelben Karton und somit die Ampelkarte abholte. Es war die 54. Minute und die Hausherren agierten in Unterzahl. Natürlich wollten die Gäste nun ihre zahlenmäßige Überlegenheit ausspielen und Netzschkaus Abwehr unter Bedrängnis setzen. Doch das Gegenteil war der Fall. Die berühmt, berüchtigte „Jetzt erst recht“ – Mentalität Netzschkaus machte dem VfL einen Strich durch die Rechnung. Durch gesteigerte Laufbereitschaft jedes Einzelnen, gelang es den Hausherren, die numerische Unterzahl zu kompensieren, Reumtengrün weiter Druck zu machen und keinen Zweifel daran zu lassen, wer dieses Spiel gewinnen will. In Minute 63 kam Bischof für den Gelb – Rot – gefährdeten Rosin in die Begegnung, um im rechten Mittelfeld zu wirbeln. Ab der 75. Spielminute schwanden, langsam aber sicher, auf beiden Seiten die Kräfte und somit auch die Konzentration. Netzschkau suchte immer wieder Richter und Panitzsch in der Spitze. Doch waren viele Bälle in dieser Phase des Spiels zu ungenau und konnten abgefangen werden. In Minute 82 wechselte Netzschkau erneut. Für Müller kam Schulz neu ins Spiel. Langsam schienen sich beide Teams mit der Punkteteilung arrangiert zu haben, als sich in Minute 90 Georgie gegen Schramm und Jüngst durchsetzen und Neubert bedienen konnte, der am langen Pfosten unbedrängt per Kopf eindrücken konnte und Reumtengrün somit die 0:1 – Führung bescherte. Drei Minuten Nachspielzeit zeigte Schiedsrichter Gutjahr an. Teutonia drückte und kämpfte noch einmal. Doch die VfL Abwehr hielt stand. Es waren nur noch wenige Sekunden zu spielen, als Richter einen Pass auf links erhielt, scharf ins Zentrum marschierte und kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht wurde. Sofort entschied der Referee auf Freistoß für Teutonia. Zur vermeintlich letzten Aktion des Spiels trat Herzig an, der den Ball, an Freund und Feind vorbei, scharf und flach aufs Torwarteck jagte. Zwar sprang Goller im Reumtengrüner Kasten, doch keine Chance. Zu genau war Herzigs Schuss und zappelte schlussendlich im Netz.
Zum Anstoß kam es nicht mehr. Schiedsrichter Gutjahr beendete kurz darauf die faire Partie der beiden Mannschaften, die keinen Sieger finden sollte. Somit bleibt „Die Zweite“, mit 20 Punkten weiterhin Tabellenführer.
Jedoch werden die nächsten Gegner des Ensembles von Trainer Winnig nicht einfacher. Am kommenden Spieltag gastiert die Elf um 12:00 Uhr bei Fortuna Plauen, danach empfängt man den Tabellenvierten SG Unterlosa am 11.11. auf heimischen Rasen.

Es spielten:
Felix Geyer, Maik Jüngst, Marcel Buchheim, Ingo Schramm, Tassilo Herzig, Denny Müller (82. für Leroy Schulz), André Panitzsch, Willi Rosin (63. für Mathias Bischof), Philipp Schwarz, Mike Kramer (30. für Ralf Roßig), Manuel Richter