Teutonia II vs. Stahlbau und Neumark

Am vergangenen Wochenende mussten die Schützlinge von Trainer Patrick Winnig gleich zweimal ran. Samstag gastierte man bei Stahlbau Plauen, zwei Tage später empfing man auf heimischem Rasen die zweite Vertretung der SpVgg Neumark.

 

Samstag trat man bereits ersatzgeschwächt, gegen eine gut aufgestellte Plauener Mannschaft an. Jedoch bremste dies, den bis dahin Zweiten der Tabelle, keineswegs aus. Bereits in der Anfangsviertelstunde machte man die eigenen Ansprüche geltend und ging in Minute 4 mit 1:0 in Führung. Nach einem Kramer – Freistoß konnte Stahlbaus Keeper den Ball nur noch zur Ecke abwehren. Den folgenden Eckstoß von rechts trat abermals Kramer. Dessen scharfe Hereingabe wuchtete Förster unhaltbar für Plauens Torhüter, mit dem Kopf ins Dreiangel. Die Freude über die Führung war groß, vielleicht etwas zu groß. Denn in der Folge flachten die Offensivbemühungen Netzschkaus mehr und mehr ab. Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel und mangelnde, kluge Laufarbeit hatten zur Folge, dass die Hausherren mehr und mehr ins Spiel kamen und bis zum Pausenpfiff noch einige gute Gelegenheiten herausspielen konnten.

In Halbzeit zwei wollte Teutonia sich auf seine alten Stärken besinnen und das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand nehmen. Jedoch kam man nicht wirklich dazu. Denn bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff nutzten die Gäste die Gunst der Stunde. Nach einem Freistoß der Heimelf tauchte Plauens Hartung im Netzschkauer Strafraum auf, behielt die Nerven und veredelte zum 1:1 Ausgleich. Die restliche Spielzeit neutralisierten sich beide Teams größtenteils gegenseitig. Zwar gab es noch die ein oder andere Gute Aktion, doch ein weiteres Tor sollte an diesem Tag nicht mehr fallen.

 

Es spielten:

Felix Geyer, Tony Friedrich, Philipp Förster, André Singer, Ingo Schramm, Denny Müller, Ralf Roßig, Marcel Buchheim (’90 für Oliver Reiher), Mario Schaarschmidt (’63 für Christian Schneider), Mike Kramer, Denny Slomma (’51 für Colin Slomma)

 

 

Bereits zwei Tage später stand der nächste Kracher für Teutonia 2 auf dem Programm – das Derby gegen die SpVgg Neumark. Diese Geschichte ist jedoch schnell erzählt.

Viele der Netzschkauer Spieler hatten noch die Begegnung von vor zwei Tagen in den Knochen, die besonders in der Schlussphase arg an der Substanz gezehrt hatte. Folglich wirkte das Spiel eher schlapp, denn die Akkus waren leer. Ein Spielaufbau und genaue Pässe waren aufgrund dessen nur noch bedingt möglich. Leider spielte diese Tatsache, der jungen Neumarker Mannschaft, die an diesem Wochenende noch kein Spiel absolvieren mussten, in die Karten. Durch schnelle Pässe nach vorn erspielten sich die Gäste ein ums andere Mal Räume für gefährliche Angriffe aufs Netzschkauer Tor. In der Anfangsphase konnte Netzschkau noch mithalten. Doch mit zunehmender Spieldauer sah man dem Team die Erschöpfung merklich an. In Minute 27 bekamen die Gäste einen Strafstoß, den der Schütze jedoch mit voller Gewalt über das Tor von Keeper Geyer knallte.

Kurze Zeit späte konterte Neumark über den linken, Netzschkauer Flügel. Nach kurzem Dribbling in den Strafraum wurde Ruchholtz im Strafraum bedient und drückte den Ball über die Linie. Nachdem der blutjunge Referre sich unschlüssig war, befragte er den, von Netzschkau gestellten, Linienrichter, der Abseits reklamierte. In den folgenden fünf Minuten war der Weg geebnet für allerlei wilde Diskussionen mit dem Unparteiischen. Nachdem er den Treffer anerkannte, entschied er auf Abseits, danach wieder auf Tor. Schlussendlich blieb er bei dieser Entscheidung. Die Gemüter waren deshalb und wegen einiger, nicht gegebener Fouls, nun völlig aufgeheizt und beide Seiten ließen sich zu Wortgefechten mit dem Schiedsrichter hinreißen.

In Halbzeit zwei versäumte es Netzschkau jedoch, dies einzustellen. Neumark war da etwas cleverer und fuhr eine andere Schiene.

Durch eine Taktische Umstellung in Abwehr und Mittelfeld und durch mehr Ruhe im Spielaufbau verbesserte sich in der zweiten Hälft der Begegnung das Netzschkauer Spiel, doch es half nichts, denn noch einmal sollte der Ball nicht im Netz zappeln. Als der Schiedsrichter nach 90 Minuten die Begegnung beendete, riss die Netzschkauer Serie. Und nach 14 Spielen ohne Niederlage, konnte Teutonia 2 nichts zählbares aus einem Pflichtspiel mitnehmen.

Nun heißt es „Wunden lecken“ und sich auf den Nächsten Gegner vorzubereiten. Am kommenden Samstag empfängt „die Zweite“ die dritte Mannschaft der SpVgg Grünbach – Falkenstein und wird alles daran setzen, die letzten beiden Spiele mit einem Erfolg wieder auszubügeln.

 

Es spielten:

Felix Geyer, Tassilo Herzig, Philipp Förster, Stefan Minnich, Ingo Schramm, Denny Müller, Ralf Roßig, Marcel Buchheim, Mario Schaarschmidt, Mike Kramer (’48 für Marc Theil), Marco Schönsee (’87 für Oliver Reiher)