Teutonia II vs. Tirpersdorf II

Trotz verschlafener Anfangsphase – Teutonia II fährt nächsten Dreier ein

Gegen Tirppersdof nahm sich die Mannschaft um Trainer Patrick Winnig viel vor. Man wollte gewinnen, um die Tabellenführung, die man sich durch die Siege der vergangenen Wochen erarbeitet hatte, festigen und mit einem Patzer der Verfolger, vielleicht sogar aufbauen. Mit dem Anpfiff zeigten die Platzherren auch gleich ihre Ambitionen, indem sie durch schnelle Kombinationen versuchten, schleunigst zu einem Torerfolg zu gelangen. Jedoch schien man das Spiel bereits in den ersten Minuten etwas zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Es waren noch nicht einmal 5 Minuten gespielt, als das Mittelfeld Teutonias zu weit nach vorn gerückt war. Ein langer Ball aus der gegnerischen Abwehr, überflog das halbe Spielfeld. Dabei war Ranks Klärungsversuch mit der Hacke etwas zu lässig und der Ball rutschte durch. Zwar kam Schramm aus dem Netzschkauer Kasten geeilt, um einzugreifen, doch zu spät. Baumann ging vorbei und schob ein. Somit stand es bereits nach 4 Minuten 1:0 für die Gäste. Netzschkau ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und kombinierte weiter. Leider blieb man jedoch zu ruhig. Man kam nicht in richtig in die Zweikämpfe und agierte nach vorn, wie nach hinten teils zu unkonzentriert. In Minute 12 wurde dies bestraft. Eine ähnliche Situation – wieder ein weiter Ball von Tirppersdorf und wieder war Netzschkau aufgerückt. Doch diesmal führte ein Abstimmungsfehler im Abwehrverbund dazu, dass Baumann wieder der lachende Dritte war und Teutonia erneut einen Gegentreffer bescherte. Das schien der Wachrüttler gewesen zu sein, den „Die Zweite“ gebraucht hat. Man agierte konzentrierter im Spielaufbau und konsequenter in der Defensive. Immer sicherer und torgefährlicher wurden die Aktionen der Netzschkauer in den folgenden Minuten. Gerade einmal drei Minuten waren seit dem 2:0 vergangen, als der Gast einen Eckball nicht weit genug heraus brachte. Rank knallte bei seiner Direktabnahme, den Ball aus 18 Metern genau unter die Latte, ließ dem Gegnerischen Torhüter keine Chance und bügelte somit seinen Fehler wieder aus. Die Hausherren drückten weiter und versuchten ein weiteres Tor zu erzielen. Viel zu oft machte man es dabei aber selbst zu eng im Zentrum, weshalb sich ein Durchkommen als schwierig gestaltete. Immer wieder waren es deshalb in dieser Phase Standards, die auf beiden Seiten für Aufregung sorgten. In Minute 24 drückte Krauß einen Kopfball nur knapp am Tor vorbei. Kurz danach wollte er zu genau abschließen und setzte seinen Ball gegen den Pfosten. Auf der anderen Seite ließ man bei einem weiteren Eckball den Torschütze zum 1:0 und 2:0 zu viel Spielraum. Jedoch köpfte auch er den Ball am kurzen Pfosten vorbei. In Minute 33 kombinierte Netzschkau über das Zentrum, als auf Links Raum für Rank war, der den Ball bekam, kurz mitnahm und auf Schönsee im Zentrum legte. Dieser schloss ab, traf jedoch auch nur den Pfosten. Kramer behielt in dieser Situation jedoch einen kühlen Kopf, setzte nach und drückte die Kugel mit aller Gewalt zum Ausgleich über die Linie. Die Heimelf erhielt nun langsam Oberwasser, während die Gäste wackelten. Eine weitere Kombination aus dem Mittelfeld gelangte zu Rank, der den auf links ausgewichenen Förster in die Tiefe bediente. Nachdem dieser sich wiederum gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte, legte er in den Rückraum auf Panitzsch ab, der in Minute 36, mit einem Schlenzer aus 20 Metern ins lange Eck, den Schlussmann der Tirppersdorfer abermals bezwang und Netzschkau erstmals in Führung brachte. In der Folge ließ jedoch die Laufarbeit auf beiden Seiten nach. Abgefangene Angriffe konnte Teutonia nicht über gezielten Spielaufbau in eigene Angriffe ummünzen. Folglich war man nun gezwungen, den ein oder anderen Ball herauszuschlagen, was jedoch keinen Erfolg bringen sollte. So ebbte das Spiel zunehmend ab und es passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Teutonia – Coach Winnig rüttelte seine Spieler in der Halbzeit noch einmal wach und machte ihnen Mut und Lust auf die zweite Hälfte der Begegnung. Doch erst einmal sollte nichts passieren. In der 58. Spielminute wechselte der Gastgeber zum ersten Mal. Für Kramer, den Torschützen zum 2:2, kam Routinier Schaarschmidt neu in die Partie. 2 Minuten später folgte der nächste Wechsel. Auf dem linken Flügel sollte Kummer Krauß ersetzen. In Minute 67 erlief sich Schaarschmidt einen Einwurf an der gegnerischen Grundlinie. Nach geschicktem Aufdrehen ließ er gleich zwei gegnerische Verteidiger aussteigen und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz ins kurze Eck zum viel umjubelten 4:2. Leider zerrte sich der Joker bei dieser Aktion im Oberschenkel und musste noch vor dem Anstoß ausgewechselt werden. Wir wünschen schnelle Genesung. Für ihn neu im Spiel war Schulz. In der folge wurde Netzschkau etwas zu lässig. Nach plumpem Verteidigen an der eigenen Eckfahne gelangte der Ball zu Tirppersdorfs Biewald, der einen dilettantischen Abwehrversuch eines Netzschkauer Verteidigers ausnutzte, sich den Ball vorbei legte und aus 18 Metern aufs kurze Eck abdrückte. Ungücklicherweise machte Schramm genau in diesem Moment das kurze Eck auf. Nun stand es 18 Minuten vor Abpfiff nur noch 4:3. Netzschkau verteidigte nun offensiv und versuchte, den Ball vom eigenen Tor weg zu halten. Wäre der ein oder andere Angriff dabei konzentrierter zu ende gespielt worden, hätte man den Sack zumachen können. Jedoch wurde viel zu oft überhastet abgeschlossen. Doch schaffte man es, das Ergebnis über die Zeit zu schaukeln. Somit blieb am Ende ein wohl eher schmeichelhaftes 4:3 für „Die Zweite“ Außerdem grüßt man weiterhin von der Tabellenspitze. Nach zweiwöchiger Pause gastiert die Elf am 07.10. um 13:00 Uhr bei Tabellenschlusslicht SpVgg Grünbach-Falkenstein 3. Die Ausgangslage dürfte klar sein. Die Spielvereinigung ist mit 0 Punkten und 2:33 Toren klarer Außenseiter. Es bleibt zu hoffen, dass man den Gegner gerade deshalb nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Es spielten:

Ingo Schramm, Markus Schneider, Marcel Buchheim, Mario Rank, Denny Müller, Georg Förster, André Panitzsch, Ralf Rossig, Niclas Krauß (60. für Chris Kummer), Marco Schönsee, Mike Kramer (58. für Mario Schaarschmidt (67. für Leroy Schulz))