Teutonia – RFC 2 – bitterer Punktverlust im Derby

Im ersten Punktspiel der neuen Saison empfing die Erste die Landesklassereserve des Reichenbacher FC zum Derby im
Schönsichtstadion.
Die Begegnung begann furios. Es waren gerade 5 Minuten gespielt, als sich ein Netzschkauer Spieler bei einem Pass in die
Tiefe verschätzte. Reichenbachs Zimpkat nutzte diesen Fehler und zog aus spitzem Winkel ab, womit er Geyer im
Netzschkauer Kasten überraschte und seine Farben bereits früh in Führung brachte. Dieses frühe Gegentor weckte Teutonia
auf. Man agierte in allen Mannschaftsteilen zunehmend konzentrierter in der Defensive, schob geschlossen zum Ball und
bekämpfte Reichenbach mit viel Laufarbeit. Offensiv setzte man auf schnelle Spielzüge in die Tiefe. So kam man bald zu
eigenen Chancen. In Minute 34 hatte Hendel den Ausgleich auf dem Fuß, als er sich aus 25 Metern ein Herz fasste und einfach
mal abdrückte. Sein satter Schuss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatten auch die Gäste weitere gute
Gelegenheiten, doch die Defensivabteilung um Abwehrchef Krauß hielt stand.
Bis zur Pause sollte erst einmal kein weiteres Tor fallen.
In der Halbzeitpause stellte Winnig seine Elf noch einmal richtig auf die zweite Hälfte der Partie ein. Spätestens jetzt war
jedem klar, worauf es an diesem Tag ankommt. Mit frischer Motivation und breiter Brust ging die Erste in die zweite Halbzeit.
In der ersten Phase geschah nicht viel und beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig. Nach einer knappen viertel
Stunde erkämpften sich die Hausherren kurz vor der Mittellinie den Ball. Nach Querpass auf Giegold folgte ein hoher Ball in
die Tiefe, den Hendel gedankenschnell auf den einlaufenden Schneider durch ließ. Nach kurzer Mitnahme lief er allein auf den
Reichenbacher Keeper zu, der seinen ersten Schuss mit einem guten Reflex noch parieren konnte. Der Abpraller sprang
abermals Schneider vor die Füße, der den Ball nun zum lang ersehnten Ausgleich über die Linie drückte. Der Gast schien
verunsichert und brachte nun nur noch wenige Angriffe vors Netzschkauer Tor. In der 63. Spielminute dribbelte Meinzel in
Reichenbachs Strafraum ein. Nach einem langen Bein von seinem Gegenspieler stürzte Netzschkaus Stürmer – ein Pfiff blieb
jedoch aus. In Minute 70 wechselte Teutonia zum ersten Mal. Für den Torschützen zum 1:1 kam mit Slomma noch einmal
Geschwindigkeit ins Spiel. Kurz danach kam Huster für Altenkirch und sollte die rechte Seite noch einmal beleben. Immer
wieder schickten die Hausherren Slomma und Meinzel nun auf die Reise, die sich ein ums andere Mal ihren Bewachern
entziehen konnten. In Minute 78 schloss Slomma im Strafraum kurz nach seinem Abschluss zu Fall gebracht. Es folgte ein
Pfiff, jedoch zur Verwunderung aller ein Eckball für Teutonia.
Die Schlussphase wurde noch einmal hektisch. Reichenbach kam über außen durch und flankte vors Netzschkauer Tor. Im
Herauslaufen grätschte Geyer den Ball überragend ab und hielt sein Team mit dieser Glanzparade weiter im Spiel.
90 Minuten waren bereits gespielt und der Referee gab zwei Minuten oben drauf. Auch diese waren fast vorüber, als
Reichenbach noch einmal über Netzschkaus linke Seite spielte. Nach einer Hereingabe drückte Fügmann den Ball über die
Linie. Kurz nach Wiederanpfiff beendete Schiedsrichter Meinhardt die Begegnung.
Ein am ende unnötiger Punktverlust im ersten Spiel der Saison. Bleibt zu hoffen, dass sich nun ein „Jetzt erst recht“-Mentalität
bei Teutonia entwickelt. Denn nächste Woche steht bereits das nächste Derby an. Am kommenden Samstag gastiert die Erste
15:00 Uhr beim VSC Mylau/ Reichenbach, die am vergangenen Wochenende im Aufsteigerduell gegen Rempesgrün einen
Sieg verbuchen konnten. Interessant wird die Begegnung auch, da mit Leubner und Schwarz zwei bekannte Gesichter beim
Gegner vertreten sind, die zuvor ihre Schuhe lange Zeit für Netzschkau schnürten.
Es spielten:
Felix Geyer, Niclas Krauß, Stefan Minnich, Tristan Giegold, Denny Müller, Christian Putze, Markus Schneider (70′ für Sven
Slomma), Thomas Altenkirch (74′ für Marcel Huster), Maximilian Greger, Fritz Hendel (80′ für Christian Reißmann),
Miroslav Meinzel