Teutonia stellt Spielverlauf auf den Kopf

Ein Ergebnis,das bitterer kaum sein könnte, bekamen die Spieler aus Heinsdorf am 9.Spieltag der Vogtlandklasse aufgetischt. Der 2:1 Sieg der Teutonia war 90 Minuten nicht im Ansatz zu erwarten und doch war die Freude und das Erstaunen gleichermaßen nach dem Abpfiff bei der Heimelf riesengroß. Für den Gast von der SpVgg Heinsdorfergrund wird die Lage nach der Niederlage im Derby immer prekärer. Die Zuschauer in Netzschkau bekamen einen Gast zu sehen, der über weite Strecken der Partie gefährlicher und bissiger war und einen Reigen von Großchancen ungenutzt ließ. Die erneut stark veränderte Teutonia-Elf war von Beginn an bemüht,sich spielerisch von hinten nach vorne zu arbeiten. Leider blieb es über 70 Minuten oft nur beim Bemühen. Oft war die Spielanlage zu statisch und die Genauigkeit im Zuspiel fehlte. Heinsdorf hingegen war im Mittelfeld sehr präsent und attackierte die etwas hilflos wirkende Netzschkauer Aufbau- und Offensivreihe. Aus diesen Ballgewinnen generierten die Gäste immer wieder brandgefährliche Angriffe Richtung teutonischem Tor. Dessen Hüter, Sebastian Illmann, schwang sich zum besten Mann auf, zumindest aus Sicht der Heimelf. Die Gäste nutzten ihre Chancen derart kläglich, dass zur Pause nur ein 1:0 aus deren Sicht zu Buche stand. Zuvor ließen A. Meichsner, Täubert und allen voran M. Meichsner mindestens 5 Hochkaräter liegen. Sie scheiterten an Illmann , am Pfosten und an sich selbst. Zum 0:1 nutzte Eichen einen flach in den Strafraum gespielten Pass und schob ein. Netzschkau konnte in Halbzeit 1 schlicht keine Gefahr auf das Heinsdorfer Tor erzeugen. Der zweite Durchgang begann wie der erste endete. M. Meichsner brachte den Ball aus Nahdistanz nicht im Netzschkauer Tor unter (52.) So sah es lange Zeit nach einem Sieg für Heinsdorf aus. Netzschkau tat sich schwer, die Gäste haderten mit sich selbst, aber lagen zumindest knapp in Front. Die Einwechslung von Sven Slomma sorgte dann in der Folge allerdings immer häufiger für Gefahr fürs Heinsdorfer Tor. Die erste gefährliche Situation setzte dann auch Slomma, als er sich auf der linken Seite durchsetzte und aus spitzem Winkel den Ball aufs Gästetor brachte, Täuberte kratzte ihn allerdings von der Linie. (70.) In der 80. Minute erneut Schrecksekunde bei den Gästen. Wieder Slomma, der sich links 1 gegen 1 durchsetzt und aus spitzem Winkel abzieht. Keeper Brückner lässt den Schuss durchrutschen, ein Verteidiger klärt. Doch ob der Ball bereits die Linie überschritt, bleibt ungeklärt. Schiri Hoyer erkannte kein Tor an und so musste Slomma bis zur 86. Minute warten, ehe seine Angriffsmühen mit einem Tor belohnt wurden. Eine ungeordnete Heinsdorfer Abwehr rutschte nach vorn, Huster überspielte sie mustergültig und bediente den freistehenden Slomma, der sauber annahm und zum 1:1 einnetzte. Die letzten Minuten waren dann ein offener Schlagabtausch. A. Meichsner kommt im Netzschkauer Strafraum zu Fall, aber kein Pfiff. Eine richtige Entscheidung, wie der betroffene Stürmer später selbst zugab. Auf der anderen Seite war es schlussendlich Antelmann, dem der Ball gut 20 Meter vorm Tor vor die Füße geriet, er zögerte nicht lang und schoss aufs Tor der Heinsdorfer, nicht scharf, aber präzise. Keeper Brückner sah den Ball zu spät und konnte nicht mehr reagieren. 2:1 für Netzschkau (90+4). Kurz darauf war Schluss und ein kurioses Spiel endete mit einem mehr als glücklichen Sieger aus Netzschkau.

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